Deutscher Lernatlas

Mangel an Regionaldaten verhindert Fortschreibung

Die durchschnittlich 3,5 Millionen Legehennen in Nordrhein-Westfalen haben im Jahr 2011 insgesamt 969 Millionen Eier gelegt, so dass Statisitsche Landesamt it.nrw. Fragt man allerdings wie viele Lehrerinnen und Lehrer im letzten Schuljahr in NRW fortgebildet wurden, dann gibt es dazu keine Statistik, schon gar keine regionale Statistik.
Fehlende Regionaldaten auf kommunaler Ebene, mit diesem Manko wurden auch die Macher des Lernatlasses der Bertelsmann-Stiftung konfrontiert, die sich vorgenommen hatten die Bundesrepublik bildungspolitisch zu vermessen. Die Not macht erfinderisch. Dort wo keine Regionaldaten verfügbar waren, wurde mit Durchschnittswerten auf Landesebene gearbeitet. Das Herunterbrechen von bundeslandbezogenen Daten auf Kreisebene im Falle der Schülerkompetenz-messungen (z.B. Pisa-Ergebnisse) hat zu massiver Kritik aus dem Bereich der Wissenschaft geführt. Die unzureichende Datenlage vor Ort gerade im Bereich des schulischen Lernens, wird wohl dazu führen das alte Lernatlas-Konzept nicht fortzuschreiben.

Die Akteure der Regionen die im Lernatlas schlecht abgeschnitten haben (wie z.B. das Schlusslicht Kreis Lippe), können sich allerdings nicht die Hände reiben. Ohne die Nivellierung durch Landeswerte, hätten sie wahrscheinlich noch schlechter abgeschnitten.

Im folgenden finden Sie wesentliche Diskussionspunkte zum Lernatlas.

Weitere Informationen finden Sie hier:

Diskussionspunkte Kritik und Weiterentwicklung

Instrumentenvergleich Instrumente zur Analyse (lebenslangen) Lernens

Methodik DLA Was ist der Deutsche Lernatlas und wie funktioniert er?

Optimierungsbedarfe Wie kann die DLA-Methodik und Darstellung optimiert werden?

OWL Die Ergebnisse für Ostwestfalen-Lippe

Kreis Lippe Ergebnisse für das Schlusslicht

Weitere Ergebnisse Einzelergebnisse zum Deutschen Lernatlas

Presse Presseerklärungen zum Deutschen Lernatlas

Zusammenfassung: Lernatlas

Die zentralen Ergebnisse sind: Kreise und kreisfreie Städte in Bayern und Baden-Württemberg bieten die besten Lernbedingungen. Dahinter folgen etwa gleichauf Regionen in Sachsen, Rheinland-Pfalz und Hessen. Mecklenburg-Vorpommern ist Schlusslicht der Flächenstaaten. Bei den Stadtstaaten liegt Hamburg vor Berlin und Bremen. "Mit dem Deutschen Lernatlas will die Bertelsmann Stiftung mehr Transparenz über die Lernbedingungen schaffen", erläuterte Jörg Dräger, für Bildung zuständiges Vorstandsmitglied der Bertelsmann-Stiftung.

Was ist der Deutsche Lernatlas?
Der Deutsche Lernatlas veranschaulicht den Stellenwert des Lernens in den 412 deutschen Kreisen und kreisfreien Städten und illustriert, inwieweit eine Kommune über die Lernvoraussetzungen verfügt, um wirtschaftlich und sozial erfolgreich zu sein. "Wo lebenslang gelernt wird, sind die Menschen glücklicher, das Zusammenleben ist sozial gerechter und die Gesellschaft wohlhabender. Der Deutsche Lernatlas zeigt uns, wo die Voraussetzungen für lebenslanges Lernen am besten sind", erklärte Jörg Dräger. "Er verdeutlicht, dass Lernen mehr ist als Schule."

Auf welchen Daten beruht der Deutsche Lernatlas?
Auf Sekundärdaten, also Daten die nicht von der Bertelmann-Stiftung selbst erhoben wurden, sondern von anderen Institutionen, wie z.B. die das BIBB (Bundesinstitut für Berufsbildung, Bonn). Der Lernatlas veranschaulicht also "nur" bereits vorhandenes Datenmaterial und kategorisiert diese. Auf dieser Grundlage wird dann ein Ranking der Kreise bzw. kreisfreien Städte vorgenommen.

Die Pressemitteilung der Bertelsmann-Stiftung zu den NRW-Ergebnissen finden Sie hier... [54 KB]

Alle Ergebnisse können unter www.deutscher-lernatlas.de abgerufen werden.

Eine Zusammenfassung der Ergebnisse finden Sie hier...

Eine erste kritische Stellungnahme zum Thema finden Sie unter www.nachdenkseiten.de hier...