Presse

NW 26.5.2009

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Zugefasste Presseberichte

Alle Beiträge aus der NW vom 23.5.2009 finden Sie hier... [411 KB]

NW 23.05.2009

NW 23.5.2009

NW 23.5.2009

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NW 23.05.2009

NW 12.05.2007

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Haller Kreisblatt 31.3./1.4. 2007

Weiter Wirbel um Schüler-Daten DGB ist empört / Kreis Lippe verteidigt Erfassung

Detmold (gär). Die Diskussion über das vom Kreis Lippe entwickelte Online-System zur flächendeckenden Erfassung von Schülerdaten schlägt weiter hohe Wellen. Während der lippische Landrat Friedel Heuwinkel (CDU) das Projekt gegen die massive Kritik der nordrheinwestfälischen Datenschutzbeauftragen verteidigt, gehen nun auch Vertreter der Gewerkschaften auf Distanz. Aus Sicht von Heuwinkel ist die flächendeckende Erfassung von Schülerdaten über das Internet ein sinnvolles ,,innovatives Steuerungsinstrument", um die Versorgung junger Menschen mit qualifizierten Bildungsangeboten zu verbessern. Von einem gläsernen Schüler könne ,,überhaupt keine Rede sein", die personenbezogenen Daten seien auch ,,zu keinem Zeitpunkt missbräuchlich oder zum Nachteil der Schüler genutzt worden". Das betonen Hans Böke, Schuldezernent des Kreises Lippe, sowie Reinhold Harnisch, Geschäftsführer des Kommunalen Rechenzentrums (KRZ), das die Software entwickelt hat. Nach Angaben von Böke steht auch die Steuerungsgruppe der lippischen Initiative ,,Jugend braucht Zukunft" weiter zu dem OnlineProjekt. Die DGB-Regionsvorsitzende Astrid Bartols kündigte an, der Deutsche Gewerkschaftsbund werde die Mitarbeit in der lippischen Initiative ,,Jugend braucht Zukunft" sofort aufkündigen. Solange, ,,bis die datenschutzrechtlichen Fragen lückenlos geklärt sind". Bartols sprach wörtlich von einer ,,Sauerei". Das Online-Projekt zur Erfassung der Schülerdaten habe zahlreiche Risiken und stoße auf große
datenschutzrechtliche Bedenken. Deshalb gerät auch der lippische Schuldezernent Böke unter Beschuss. Nach Angaben des 1. Bevollmächtigen der IG Metall in Detmold, Reinhard Seiler, habe die IG Metall schon im Herbst 2004 auf die datenschutzrechtliche Problematik hingewiesen. ,,Zwei Jahre lang haben wir keine Antwort bekommen", empört sich Seiler. Nach Angaben des Kreises Lippe ist die Nutzung des Schüler-Online-Systems freiwillig. Auch in diesem Punkt war die NRW-Datenschutzbeauftrage Bettina Sokol zum gegenteiligen Ergebnis gekommen.

NW 30.3.2007

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NW 29.3.2007

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Lippe aktuell 24.6.2006

Interview mit Landrat Friedel Heuwinkel zu den Herausforderungen einer regionalen Bildungspolitik. Hier werden auch Aussagen zum Schüler-Online-Anmeldeverfahren gemacht. Einen Auszug finden Sie hier... [228 KB]

www.lippe-news.de 16.2.2006

Schüler-Online-Erfassung vorgestellt Interesse in Bersenbrück

Zwei Bundesländer, die gleichen Probleme, ähnliche Lösungsansätze. Auf diesen Nenner lässt sich der Besuch der Delegation aus den lippischen Berufskollegs bei ihren Kollegen an der niedersächsischen Berufsschule in Bersenbrück bringen. Bei dem gemeinsamen Gedankenaustausch stellten Vertreter des niedersächsischen Schulministeriums ihre Erfahrungen und Pläne für die Eingliederung von Schülern in das Ausbildungssystem vor. Im Gegenzug präsentierte Werner Albri, der stellvertretende Schulleiter des Lüttfeld-Berufskollegs live das Online-Anmeldesystem für Schüler im Kreis Lippe. "Es freut uns natürlich besonders, wenn wir nicht nur bei uns vor Ort, sondern sogar über die Landesgrenzen hinaus mit diesem System auf Interesse stoßen", so Werner Albri.

Kern des Programms ist eine internetgestützte Anleitung für alle Schüler zur Anmeldung an einem Berufskolleg. Passgenaue Anmeldungen und ärgerliche Doppeleinschreibungen werden so vermieden. "Nachdem in Ostwestfalen bereits der Kreis Herford und die Stadt Bielefeld das Online-System für den Absolventenjahrgang 2006 einsetzen, hat auch der Landkreis Osnabrück konkretes Interesse für eine Anwendung bekundet," freut sich Hans Böke, Fachbereichsleiter für Jugend, Soziales und Gesundheit im Detmolder Kreishaus, der die Delegation nach Bersenbrück begleitet hatte. "Eine echter Erfolgs- und Exportschlager des Kreises Lippe im Bildungsbereich."

Zu den Exportschlagern zählt auch der Eigenbetrieb Schulen, den Betriebsleiter Klaus Kuhlmann vorstellte. "Als einer der ersten Kreise
in Deutschland verfügen wir über eine Vollkostenrechnung und wissen genau, was uns eine Schule kostet." Beispielhaft ist insoweit auch die
Steuerung über Budgets, die von den Schulen als Teilbetriebe eigenverantwortlich bewirtschaftet werden. Bildungsqualität und Wirtschaftlichkeit sind dabei das gemeinsame Ziel von Schule und Schulträger.

Einen weiteren Aha-Effekt hatten die Lipper, als sie feststellten, dass die von Landrat Friedel Heuwinkel angestoßene Initiative "Jugend
braucht Zukunft" zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit in ähnlicher Form auch in Niedersachsen in Angriff genommen wird. Auch hier will man erreichen, dass das Berufsgrundschuljahr als erstes Ausbildungsjahr anerkannt wird, um so die Ausbildungszahlen um ein drittel zu steigern. Ebenso sollen in Zusammenarbeit mit der Wirtschaft neue zweijährige Ausbildungsberufe etabliert werden, um zusätzliche Kapazitäten für berufliche Bildung zu schaffen. "Insgesamt also ein für beide Seiten anregender Austausch, um neue Ideen für die Förderung unserer jungen Menschen im Kreis Lippe zu entwickeln," resümiert Hans Böke den Besuch in Bersenbrück.