Deutschland

44.000 Ausbildungsstellen fehlen

Ausbildungsstellenbilanz für 2014:

Im Jahr 2014 setzte sich der Negativtrend der vergangenen drei Jahre auf dem Ausbildungsmarkt fort: Sowohl das Ausbildungsplatzangebot als auch die Ausbildungsplatznachfrage sind gesunken und die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge ging nochmals zurück: Mit 522.200 Verträgen wurde im Jahr 2014 erneut ein Tiefstand erreicht: Seit der Wiedervereinigung Deutschlands hat es nie weniger neu abgeschlossene Ausbildungsverträge gegeben als 2014.
Im Vergleich zum Vorjahr wurden 7311 Ausbildungsverträge weniger abgeschlossen (-1,38 Prozent).
Das Ergebnis hat auch 2014 nicht gereicht, um der immer noch anhaltenden hohen Nachfrage nach Lehrstellen gerecht zu werden. Die Zahl der unversorgten Bewerber ohne jegliche Alternative lag in Deutschland 2014 bei 20871, ein Rückgang von 0,77% gegenüber dem Vorjahr. 37101 Stellen blieben unbesetzt (+10,6% gegenüber dem Vorjahr). Dies ist der höchste Wert seit 1995.

60315 Bewerber landeten im sog. Übergangssystem, also in Maßnahmen der Arbeitsagentur oder in Vollzeitbildungsgängen der Berufsbildenden Schulen. Sie haben keinen Ausbildungsplatz bekommen und halten sich mit Bewerbungstrainings, Einstiegsqualifizierungen und Praktika über Wasser oder versuchen einen höheren Schulabschluss zu erreichen, oft ohne Aussicht auf Erfolg. So haben 2014 z.B. mehr als 1/3 der Schulabgänger der Berufskollegs in NRW die Vollzeitbildungsgänge ohne Abschluss verlassen.

Unter Berücksichtigung der Bewerber in Warteschleifen fehlen in Deutschland rd. 44.000 Ausbildungsplätze.

Die Zeitreihe 2004 bis 2014 für den deutschen Ausbildungsstellenmarkt finden Sie hier...

Die Ranking-Tabelle aller 155 Arbeitsmarktregionen für 2014 finden Sie hier...